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Logo Jane's Walk

Jährlich zu Anfang Mai begehen weltweit viele tausend Menschen gemeinsam das Spaziergangs-Festival Jane's Walk. Entlang von informativen, diskursiven oder auch poetischen Nachbarschafts-Spaziergängen erkunden sie vielfältige Perspektiven auf die vermeintlich bekannte Stadt. Jane‘s Walks sind von Bürger*innen geführte, kostenlose Spaziergänge, keine Vorträge. In mehr als 200 Städten weltweit gehen die Menschen an diesem Wochenende spazieren und kommen dabei miteinander ins Gespräch – auch in Leipzig.
Das Programm der Jane’s Walk 2022 in Leipzig findet sich hier und auf der Facebookseite von Janes Walk Leipzig.

 

 

Hier geht man gern zu Fuß: Geh-/Radweg am Karl-Heine-Kanal in Plagwitz (Foto: Ekkehard Westphal)

FUSS e.V. Leipzig ist eine Ortsgruppe des bundesweit aktiven Fachverbandes Fußverkehr, der seit über 25 Jahren die Interessen der Fußgänger in Deutschland vertritt. Wir wollen erreichen, dass das Zufußgehen in Leipzig angenehmer, gesünder und sicherer wird. Wir setzen uns aber auch für eine enge Kooperation aller Verkehrsmittel des "Umweltverbundes" - Fußgänger, Radfahrer und die Benutzer von Bussen und Bahnen - und damit für eine nachhaltige Mobilität ein.

Nächstes Treffen der Ortsgruppe:
Informationen folgen demnächst

 

Unsere Themen

 

Eigentlich ein Gehweg - an der Ecke Prager Straße / Nürnberger Straße
Nur ein Beispiel von vielen: Eigentlich ein Gehweg - an der Ecke Prager Straße / Nürnberger Straße

Auch 2021 widmete sich eine Bürgersprechstunde von Oberbürgermeister Burkhard Jung dem Thema „Fußverkehr in Leipzig“. Auf der zweistündigen Route im Ortsteil Lindenau (Lindenauer Markt, über Schlippe zur Odermannstraße, Kreuzung Lützner Straße / Merseburger Straße, entlang die Josephstraße, Karl-Heine-Platz, Aurelienstraße zur Merseburger Straße bis Karl-Heine-Straße) wurde an Beispielen die Situation des Fußverkehrs aufgezeigt und direkt vor Ort im Austausch besprochen. Schwerpunkte waren dabei die Querungsmöglichkeiten für Fußgänger, insbesondere die Aufenthaltsqualität auf Plätzen, Gehwegbreiten, Tempo 30-Zonen, Fußgängerverkehr an Baustellen und verkehrsberuhigte Bereiche / Fußgängerzonen. Es wurde eine Wegstrecke von 1,7 Kilometern zurückgelegt. An dem Rundgang haben interessierte Bürgerinnen und Bürger teilgenommen. Der Quartiers-Spaziergang wurde gemeinsam von Fuss e. V. und Ökolöwe-Umweltbund Leipzig e. V. gestaltet.

Seit 2015 unternimmt FUSS e.V. jährlich einen Spaziergang mit OBM Burkhard Jung
Seit 2015 unternimmt FUSS e.V. jährlich einen Spaziergang mit OBM Burkhard Jung

 

 

 

 

 

 

Foto: Bernd Herzog-Schlagk, FUSS e.V.

Die Stadt Leipzig ist eine der vier ausgewählten Städte des Projektes „Aktive Mobilität in städtischen Quartieren“ im Rahmen des Programmes Experimenteller Wohnungs- und Städtebau ExWoSt 2016-2019. Sie möchte u.a. eine Radroute in der Naunhofer Straße in Stötteritz schließen und dort auch die Bedingungen für den Fußverkehr, insbesondere an den Querungsstellen, verbessern. Da sich Leipzig zudem auch als Modellstadt für das FUSS e.V.-Projekt „Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien“ beworben hat und eine der dreißig Kontaktstädte dieses Projektes ist, hat der FUSS e.V.-Bundesverband dort einen Fußverkehrscheck „BlitZlicht“ als Mängelanalyse mit Verbesserungsvorschlägen in die Diskussion eingebracht.

www.fussverkehrsstrategie.de > Kontaktstädte > Leipzig

Wir engagieren uns am Runden Tisch im Rahmen der Fortschreibung des Stadtentwicklungsplans „Verkehr und öffentlicher Raum“ (STEP). Hier argumentieren wir fachlich fundiert für eine stärkere Berücksichtigung der Belange der Fußgänger in der Verkehrsplanung. Wir begleiten diesen Prozess kontinuierlich seit März 2012.

Stellungnahme zum Entwurf des neuen STEP vom Januar 2014

Entwurf des neuen STEP auf www.leipzig.de

Wir beteiligen uns am Bürgerwettbewerb „Ideen für den Stadtverkehr“. Dazu haben wir drei Ideenskizzen entwickelt, die auf die Verlangsamung des Verkehrs und auf die Erhöhung der Aufenthaltsqualität für Fußgänger abzielen: „Freiräumen“, „Flanierstunden“ und „Slow down“. Die Idee „Flanierstunden“ wurde von der Wettbewerbsjury als einer von 17 unter fast 400 eingereichten Beiträgen prämiert. Der Bürgerwettbewerb ist Bestandteil der Fortschreibung des Stadtentwicklungsplans „Verkehr und öffentlicher Raum“. Die prämierten Ideen sollen in diese Fortschreibung einfließen.

Bürgerwettbewerb Stadtweite Idee "Slow down"

Bürgerwettbewerb Stadtweite Idee "Freiräumen"

Bürgerwettbewerb Stadtteil-Idee "Flanierstunden"

Zu schmale Gehwege im Peterssteinweg; hier konnten wir unsere Forderung nach einer Verbreiterung des Gehweges im Rahmen des Umbaus nicht durchsetzen … (Foto: Bertram Weisshaar)

Wir engagieren uns im Interessenbeirat für den Umbau der traditionsreichen „KARLI“. Hier formulierten wir zahlreiche Änderungsvorschläge und Kritik, damit die vorgelegte Planung fußgängerfreundlicher gestaltet wird. Einige unserer sachlich formulierten Vorschläge wurden aufgegriffen. Jedoch: Einige Kritik-Punkte, die mit den Ansprüchen des motorisierten Individualvekehrs konkurrieren, konnten wir (noch) nicht durchsetzen. Dies zeigt: Das Zu-Fuss-Gehen braucht in Leipzig eine stärkere Lobby.

Stellungnahme zu Bauvorhaben KARLI

 

 

 

Screenshot: www.leipziger-stadtplan.com

In einem Kooperationsprojekt mit dem Karten-Verlag Pharus-Plan entwickeln wir Kriterien für einen fußgängerfreundlichen Stadtplan. Seit 2008 gibt es den Leipziger Fußgängerstadtplan, der speziell auf die Belange von Fußgängern zugeschnitten ist. Er zeigt zum Beispiel Abkürzungen und Schleichwege im Fußwegenetz, öffentliche Toiletten und Spielplätze.

www.fussgaenger-stadtplaene.de > Städte > Leipzig

www.leipziger-stadtplan.com

 

 

 

 

 

 

(Foto: Jürgen Lüftner)

Mit verschiedenen Aktionen bringen wir die Belange des Fußverkehrs stärker ins öffentliche Bewusstsein. So führen wir in Zusammenarbeit mit Bürgervereinen öffentliche Stadtteilspaziergänge durch, bei denen wir in konkreten Situationen auf gelungene wie auch auf ungenügende Gestaltungen für Fußgänger hinweisen. Neben verkehrlichen Problemen sprechen wir bei diesen Spaziergängen aber auch stadtkundliche und kulturelle Aspekte an. Weiterhin beteiligen wir uns an Aktionstagen wie z.B. Parking-Day und Autofreier Tag. Hier bringen wir ins Bewusstsein, wie viel Platz durch fahrende und parkende Autos in unserer Stadt beansprucht und anderen Nutzergruppen wie dem Fußverkehr entzogen wird.

 

Verhältnis der Haushalte mit und ohne PKW in Leipzig. Vereinfachte Darstellung, in Wirklichkeit sind die Haushalte unregelmäßig über die Stadt verteilt (Kartengrundlage: Stadt Leipzig, Grafik: FUSS e.V.)

Die Berichterstattung in der örtlichen Presse ist oft geprägt durch eine Sicht und Problemformulierung aus Autofahrerperspektive. Hier versuchen wir die Wahrnehmung zu erweitern, in dem wir beispielsweise die Belange der autofreien Haushalte (ca 40%) in Erinnerung rufen und die Probleme ansprechen, die das Parken auf Gehwegen für Fußgänger auslöst.

 

Pressemitteilung „Parken in der Pfaffendorfer Straße“

Pressemitteilung „Ist Leipzig auf dem Weg zu einer fußgängerfreundlicheren Stadt?“

Pressemitteilung „Strukturveränderung in der Leipziger Verkehrsplanung - Erneuerung der August-Bebel-Straße"

Pressemitteilung „Ankündigung Spaziergang mit OBM Jung am 14.04.2015“

 

 

 

 

 

 

Die Ortsgruppe Leipzig sucht genau DICH …

weil DU …

  • zu allererst gerne zu Fuß gehst.
  • zusammen mit anderen spazierengehen und die Stadt weiter kennen lernen möchtest.
  • auch von den zugeparkten Wegen die Nase reichlich voll hast.
  • den Lärm des motorisierten Verkehrs und die vollgestopften Straßen nicht ewig hinnehmen willst.
  • nicht damit einverstanden bist, dass jedes Jahr der KFZ-Bestand in Leipzig um 2.500 bis 3.000 Fahrzeuge anwächst und es dir Angst und Bange wird bei dem Gedanken, dass all diese weiteren Autos in den Straßen noch weiteren Platz in Anspruch nehmen werden.
  • verstanden hast, dass sich nie etwas ändert – es sei denn, man fängt endlich damit an.
  • den Anliegen der Fußgänger Rückhalt geben und dich nach Möglichkeit auch selbst für ein fußgängerfreundliches Leipzig engagieren willst.
  • nicht mit Pferdekutsche und Ochsenkarren unterwegs sein möchtest, aber auch die jetzige Verkehrssituation als veraltete Mobiltätspraxis oder vielleicht auch als tagtägliche Zumutung empfindest.

 

Wir hoffen, dass diese Übersicht über die Aktivitäten des FUSS e.V. in der Stadt Leipzig zur Mitarbeit anregt. Zur Bewerkstelligung der zahlreichen damit verbundenen Aufgaben bittet der Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. dringend um Spenden. Wir würden uns natürlich auch über Ihrer Mitgliedschaft freuen, weil diese eine kontinuierliche Absicherung unserer Tätigkeiten darstellt. Der Verband ist als gemeinnützig anerkannt und stellt Spendenbescheinigungen für das Finanzamt aus. Bitte geben Sie als Stichwort „FUSS-Leipzig“ an, wenn Sie wünschen, dass Ihre Spende für die Arbeit in der Stadt verwendet wird.

 

Höchste Zeit, aktiv zu werden (Foto: Bertram Weisshaar)

Es gibt viele Möglichkeiten, aktiv zu werden.

Tritt einfach mit uns in Kontakt:

FUSS e.V. Ortsgruppe Leipzig
c/o Bertram Weisshaar
Reichelstraße 7
04109 Leipzig
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Tel.: 0179 5436091

 

Du möchtest uns etwas mitteilen, das von bundesweitem Interesse ist? Dann nimm bitte Kontakt mit der FUSS e.V. - Bundesgeschäftsstelle auf.

 

 

Mit den Schaltflächen „Plus-Zeichen (Größer)“ bzw. „Minus-Zeichen (Kleiner)“ rechts oben auf dieser Website können Sie die Schriftgröße, mit der Zoomfunktion Ihres Browsers (bei Firefox im Menü Ansicht) Schrift und Fotos gleichzeitig vergrößern.

 

Logo Jane's Walk
Jane‘s Walks sind von BürgerInnen gestaltete, kostenlose Spaziergänge. Es geht dabei darum, miteinander die Stadt zu entdecken. Nachbarn und interessierte Bürger*innen schauen sich gemeinsam ihre Stadt an und sprechen über das, was sie an ihrer Stadt lieben oder was sie ärgert. 
Das Festival Jane’s Walk ist inspiriert von den Schriften und dem Wirken der kanadischen Journalistin und Aktivistin Jane Jacobs (1916-2006). Mit ihrem 1961 veröffentlichten Buch „Tod und Leben großer amerikanischer Städte“ beschrieb sie auf bahnbrechende Weise eine Sichtweise auf das Funktionieren der Großstädte. Städtische Vielfalt, Sicherheit und lebendige Quartiere analysierte und beschrieb sie wesentlich aus der Perspektive der Zufußgehenden.
Jedes Jahr zu Anfang Mai findet auf allen Kontinenten das Festival Jane’s Walk statt. Leipzig ist auch 2022 wieder mit dabei.
 


 
Freitag, 6. Mai 2022
 
Gemeinsam für unser Quartier - bürgerschaftliches Engagement im Leipziger Westen
Entlang der schönen Spazierwegen in Plagwitz und Kleinzschocher lässt sich der ein oder anderen Geheimtipp entdecken. Entlang des Walks wird das Projekt „Wir im Quartier“ anhand konkreter Situationen bürgerschaftliches Engagement aufzeigen und erläutern. Alle Teilnehmenden sind eingeladen, sich darüber auszutauschen, was ‚Gemeinsam für unser Quartier‘ bedeutet. Ende in Kleinzschocher an der Taborkirche, bzw. im Volkspark Kleinzschocher.
Gestaltet von: Kristina Weyh und Quentin Kügler, „Wir im Quartier“
Start: 16.00 Uhr; LVB-Haltestelle „S-Bahnhof Plagwitz“

Unbekannte Schätze auf bekannten Wegen
Unter dem Motto „Unbekannte Schätze auf bekannten Wegen“ wird gemeinsam die Stadtnatur Leipzigs erkundet. Was wächst im Park, auf Hundewiesen, ja sogar in Gehwegritzen? In rund drei Stunden geht es  vom Duft- und Tastgarten im Friedenspark, über den Lene-Voigt Park bis zum GRÜNEN Quartier (Heinrichstr. 9), wo ein kühles Getränk wartet, um die rauchenden Köpfe zu kühlen und bei Bedarf Gespräche entspannt zu Ende zu führen.
Gestaltet von: Christin Melcher, MdL
Start: 17.00 Uhr; Eingang des Duft- und Tastgartens im Friedenspark


Plagwitzer Bürgerbahnhof – Zwischen Bürger:innenengagement und Flächenversiegelung
Bei diesem Spaziergang werden wir den Leipziger Bürgerbahnhof näher kennen lernen. Wie sah es auf dem Gelände früher aus? Wie kam es dazu, dass es zu einem „Bürgerbahnhof“ wurde? Und wie kann die Zukunft des Bahnhofs aussehen? Wir entdecken Tauschläden, Kletterfelsen, Bauwagenplätze und den Plagwitzer Friedhof. Wir sprechen mit Menschen, die sich auf dem Gelände engagieren und solchen, die sich für den Erhalt des „Bürgerbahnhofs“ einsetzen. 
Gestaltet von: BUND Leipzig
Start: 17.00 Uhr; S-Bahnhof Leipzig Plagwitz




 
Samstag, 7. Mai 2022
 
Fußverkehrsförderung auf die Beine stellen - von der Strategie zur Umsetzung
Wie kann Leipzig noch fußgängerfreundlicher werden? Der Fußverkehrs-Entwicklungsplan der Stadt sieht hierfür beispielsweise Flaniermeilen vor. Dieser Walk folgt einer vorgesehenen Flaniermeile. Dabei wird auch die Idee des Fußverkehrs-Bedeutungsplans vorgestellt.
Gestaltet von: Frederik Sander und Friedemann Goerl, Stadt Leipzig
Start: 14.00 Uhr; Marktplatz, südlicher Zugang zur S-Bahn

Zukunftsorte im Leipziger Osten - rund um die Eisenbahnstraße
Der Walk startet am Pöge-Haus und erkundet Zukunftsorte im Werden: Superblocks und Stadtteilpark Volkmarsdorf, Kino der Jugend, Ostwache und Parkbogen Ost, Quartiersschule Ihmelstraße und Schwimmhalle am Otto-Runki-Platz.
Gestaltet von: Tobias Peter und Pöge-Haus e.V.
Start: 14.00 Uhr; Pöge-Haus, Hedwigstr. 20, 04315 Leipzig


Spazieren auf den Spuren Fritz Riemanns
Zusammen mit dem Stadtbezirkskonservator Dr. Stefan W. Krieg-von Hößlin folgt der Walk den Spuren von Fritz Riemann (1881-1955) durch Gohlis. Der bedeutendste private Architekt der 20er und 30er Jahre in Leipzig hat zahlreiche Siedlungen und Wohnanlagen entworfen, mehrere davon in Gohlis. Der Spaziergang beginnt am Riemann-Quartier, Renkwitzstraße 12, und führt zu jenem Platz, der seit Juli 2021 auf Vorschlag des Bürgervereins Riemanns Namen trägt.
Gestaltet von: Wolfgang Leyn, Arbeitskreis Gohliser Geschichte im Leipziger Geschichtsverein (Mehr zum Arbeitskreis hier)
Start: 16.00 Uhr; Riemann-Quartier, Renkwitzstraße 12

 



 
Sonntag, 8. Mai 2022

Tod und Leben großer Städte – frei nach Jane Jacobs
Ein Lesegang zum berühmten Buch von Jane Jacobs: Tod und Leben großer amerikaniscer Städte. Entlang der Route finden sich Zeugnisse von Stadtzerstörung, verursacht durch Krieg  und/oder durch Planung.
Gestaltet von: Bertram Weisshaar; FUSS e.V.
Start: 11.00 Uhr, Wilhelm-Leuschner-Platz, nahe der Stadtbibliothek


Geh hin, wo die Palmen wachsen
Auf der Spuren des Botanischen Gartens geht es zu verschwunden und vergessen Grün in Leipzig. Stationen sind der Klostergarten (Augusteum), die Wasserkunst (Albertina) und das Postfeld (Hortus Botanicus). Ein Spaziergang zu Baukultur und Stadtnatur im heute und gestern.
Gestaltet von: Michael Berninger, LeipzigGrün
Start: 13.00 Uhr; Neues Augusteum Universität Leipzig, Augustusplatz 10


Stadt der kurzen Wege
Wie kann man den Verkehr fussgängerfreundlicher gestalten? Öffentlicher Raum muss einladen zum Spazieren und Zufussgehen.
Gestaltet von: Rosalie Kreuijer, ADFC
Start: 14.00 Uhr; Geschäftsstelle ADFC, Ranstädter Steinweg 1 


30 Jahre Entwicklung in Gohlis
Der Bürgerverein Gohlis zeigt zusammen mit der Stadtbezirkskonservatorin Annekatrin Merrem und dem Bürgervereinsmitglied Hansgeorg Herold den Teilnehmer:innen die prägenden Entwicklungen im Stadtteil, u.a. mit der Alten Mühle, der denkmalgeschützten Bausubstanz rund um den historischen Gohliser Anger, dem Kirchplatz oder das umfassend sanierte Gebiet der ehemaligen Bleichertwerke.
Gestaltet von Tino Buksch, Bürgerverein Gohlis
Start: 15.00 Uhr; Ecke Platnerstraße und Poetenweg (Alte Mühle Gohlis)
 
 

Warum Jane’s Walk? Wer war Jane Jacobs?Jane Jacobs

Jane Jacobs (1916–2006) war eine amerikanisch-kanadische Autorin, Stadttheoretikerin und Aktivistin. Mit ihrem Fokus auf die Perspektive der Fußgänger und lebendige Stadtviertel hat sie die Stadtplanung nachhaltig beeinflusst.
Bereits 1961 kritisierte Jacobs in ihrem international beachteten Buch „The Death and Life of Great American Cities“ (Deutsche Ausgabe: Tod und Leben großer amerikanischer Städte) die entmenschlichte und autozentrierte Stadtplanung. Diese führe zu Isolation in den Stadtteilen und zerstöre Gemeinschaften. Jacobs forderte deshalb: Nicht einzelne Experten, sondern alle BürgerInnen müssen an der Entwicklung ihrer Stadt beteiligt werden. Diesem Anliegen folgen die Jane’s Walks. Sie bringen die Bürger auf die Beine und lassen sie ins Gespräch kommen.

 

 

Weitere Veranstaltungen zu Fußverkehr und anderen Themen der Mobilität in Leipzig in der Europäischen Woche der Mobilität:

https://www.leipzig.de/umwelt-und-verkehr/unterwegs-in-leipzig/europaeische-mobilitaetswoche/

Werde selbst Walk-Leader und leite 2023 einen von Dir gestalteten Spaziergang!

Wolltest auch Du schon immer einmal anderen zeigen, welches deine Lieblingsecken im Stadtteil sind? Oder vor Ort darstellen, wie es ist, mit Beeinträchtigungen in einer Großstadt zu leben? Dann leite auch Du selbst einen Walk! Die Themen können seriös sein oder witzig, informativ und erforschend. Wir von „Leipzig zu Fuß“, zusammen mit dem BUND und VCD, trommeln Menschen zusammen und informieren die Presse. Du musst dich nur mit deinem Thema, deiner Route und Zeit anmelden – und losgehen! Schreibe an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


Verhältnis der Haushalte mit und ohne PKW in Leipzig. Vereinfachte Darstellung, in Wirklichkeit sind die Haushalte unregelmäßig über die Stadt verteilt (Kartengrundlage: Stadt Leipzig, Grafik: FUSS e.V.)

Die Leipziger Ortsgruppe vom Fachverband für Fußverkehr, Fuss e.V., kritisiert die Planung zu den 17 Stellplätzen an der Pfaffendorfer Straße und drängt auf eine Lösung, die deutlich weniger stark in den Gehwegbereich eingreift. „In der vorgegebenen Situation verbleiben zwischen dem Bordstein und dem äußerem Rand der Gehbahn ca. 3,8 Meter – dies ist aber für die Anordnung von Senkrecht-Parken zu wenig“, so Bertram Weisshaar von Fuss e.V.. Es bleiben somit nur drei Möglichkeiten:

  • Aus Perspektive der autofreien Mitbürger wäre auf die Anordnung von Stellplätzen im jetzi- gen Gehwegbereich generell zu verzichten.
  • Das Anordnen von Längsparken parallel zur Fahrbahn wäre den Richtlinien entsprechend möglich.
  • Eine Anordnung von Senkrecht-Stellplätzen wäre allenfalls eingeschränkt auf die Fahr- zeugklasse der Kleinstwagen möglich, wie zum Beispiel Smart oder VW up, und müsste durch bauliche Maßnahmen, wie zum Beispiel Poller, unbedingt begrenzt werden, da sonst bereits parkende Kompaktklassewagen etwa einen Meter in den Gehbahnbereich hinein rei- chen würden.

Fuss e.V. unterstreicht, die stadträumlichen Qualitäten der Stadt Leipzig dürften nicht immer weiter den privaten Anliegen von Autobesitzern geopfert werden. „Selbst wenn der Bestand an PKW ́s in Leipzig noch weiter zunehmen sollte, so könne dies nicht automatisch bedeu- ten, dass deshalb der Raum für die Fußgänger fortlaufend stärker eingeengt wird – und gleichzeitig die vorhandenen Parkhäuser untergenutzt bleiben,“ so Bertram Weisshaar von der Leipziger Ortsgruppe Fuss e.V.. Diese verweist auf die letzte Verkehrserhebung „Mobili- tät in Städten – SrV 2008“, nach welcher in Leipzig 42 % der Haushalte auf die Mobilität des Umweltverbundes vertrauen und keinen privaten PKW besitzen (Nach den Erhebungen der Kommunalen Bürgerumfrage 2010 sind es 38 %).

Irritiert zeigt sich Fuss e.V. über die in dem Artikel vom 25.04. 2012 zitierte Äußerung der Chefin des Verkehrs- und Tiefbauamts Edeltraut Höfer. Mit ihrer Aussage, die Grundsätze des geltenden Stadtentwicklungsplan »Mobilität und Öffentlicher Raum« seien ja „nur“ als Richtlinie zu werten, stellt sie leichtfertig den Sinn des erst vor wenigen Wochen initiierten Runden Tisches „Öffentlicher Raum & Mobilität“ in Frage. Dreißig Vertreter von Verbänden und Initiativen haben sich bereit erklärt, über einen Zeitraum von zwei Jahren kontinuierlich an der Formulierung von Richtlinien für die Gestaltung der zukünftigen Mobilität mitzuarbei- ten. Doch wozu, so könnte sich vielleicht der ein oder andere Mitwirkende fragen, wenn das Verkehrs- und Tiefbauamt sich scheinbar nur wenig an solche Vorgaben gebunden fühlt, wenn dieses bereits gegenüber einem privaten Anliegen von gerade einmal 17 Autofahrern die geltenden und vom Stadtrat bekräftigten Richtlinien aufzugeben bereit scheint?

 

Pressemitteilung des
Fuss e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland
Ortsgruppe Leipzig
vom 30.4.2012